Warum sind in der letzten Zeit Vinylböden so populär?

Von allen Innenböden, die man heutzutage kaufen kann, drängt sich am meisten Vinyl an die Spitze. Bei den Verkaufszahlen übertrifft es Verkaufsschlager wie z. B. Keramik-, Holz- oder Laminatböden.  Warum?

Ein Vinylbodenbelag wird aus Polyvinylchlorid (PVC) hergestellt, von hier kommt auch der Name. Populär wurde es bereits in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts, und entwickelt sich seit dem ständig. Heutzutage sind diese Böden widerstandsfähiger, ihre Montage nimmt kürzere Zeit in Anspruch, es stehen unzählige Texturen, mit denen man Holz oder Stein imitieren kann, zur Auswahl.  Auch die Struktur hat sich verändert.

Immer mehr Menschen möchten gesund wohnen, daher wurden im Laufe der Zeit die aktuellen Vinylböden entwickelt, die vollständig gesundheitsunbedenklich und umweltfreundlich sind.  Sie bestehen aus einigen Schichten mit diversen Funktionen, die obere Trittfläche dient zum Schutz, schützt den Boden vor Festtreten und Abnutzung.

Der Aufwand bei der Verlegung hängt von der konkreten Art ab

Die Vinylbodenbeläge werden in einigen Varianten hergestellt und unterscheiden sich vor allen durch die Verlegungsmethode.

: Wenn Vinylteile verwendet werden, sind vorerst unbedingt die vorhandenen Unebenheiten zu richten. Die einzelnen Teile werden dann auf die Unterlage mit einem Spezialkleber geklebt, wozu ein Fachmann erforderlich ist. Nur ein erfahrener Profi kann nämlich am besten erkennen, wann der Kleber richtig entlüftet und für die Verlegung der Vinylfliesen bereit ist. Sie sind für Bäder, Küchen, aber auch für Treppenhäuser geeignet. Sie sind ausgesprochen für Stellen mit hohem Menschenaufkommen sinnvoll (Schulen, Büros, Einkaufszentren), weil sie auch einer hohen Belastung standhalten.

 

Selbstklebender Boden: Um vieles einfacher sind die in Rollen verkauften Vinylböden, die als Selbstkleber verkauft werden. Es wird lediglich die Schutzfolie abgezogen, danach wird der Bodenbelag fest an die Oberfläche gedrückt, dabei handelt es sich um eine extrem schnelle und einfache Variante. Auch hier ist ein perfekt ebener Boden erforderlich, sämtliche Unebenheiten würden sich sofort bemerkbar machen. Die Verlegung ist überall dort, wo man geklebte Teile verwenden würde, möglich, sogar in Räumen mit Feuchtigkeit.  Sie sind leiser, als die frei verlegte Variante, somit besser für Räume, in denen sich Kinder aufhalten (z. B. Wohnzimmer).

Selbstklebender Boden

Frei verlegter Boden mit Click-System Wer einen frei verlegten Boden ohne Kleben gerne haben möchte, ist beim Vinyl mit Click-System richtig. Der Click-Vinylboden wird hergestellt, indem ein klassischer Vinylbodenbelag auf eine tragende Unterlage geklebt wird, wodurch sich die Widerstandsfähigkeit erhöht. Das Ergebnis ist ein stärkerer Bodenbelag (ca. 5 bis10 mm), die Verlegung schafft jedoch auch ein Laie – das Prinzip ist ähnlich wie bei klassischen Pflastersteinen, es wird nichts geklebt. Wegen seiner Stärke ist er an sämtlichen Stellen, wo Wärmedämmung erforderlich ist, sinnvoll.

Vinylfliesen Fortelock Eine ganz spezielle Art des Vinylbodenbelags sind die Fliesen Fortelock. Sie werden auf eine geebnete Unterlage als Bausteine zusammengesetzt, aus der Sicht der Verlegung handelt es sich um einen extrem schnellen Bodenbelag. Auch hier muss nichts geklebt werden und die einzelnen Fliesen sind ganz einfach auszuwechseln. Dank den Oberflächen und der Widerstandsfähigkeit gegen große Belastungen ist Fortelock eine gute Lösung für Garagen.

Welche Vorteile haben Vinylböden?

  • Sie sind weicher als Fliesen oder Holz, weil sie über eine dünne Filz- oder Schaumstoffschicht verfügen.
  • Sie werden in unzähligen Designs hergestellt, inkl. Holz- und Steinimitation.
  • Zu den Vorteilen zählt zweifelsohne auch ihre außergewöhnliche Widerstandsfähigkeit, sie halten ca. 15 bis 20 Jahre.
  • Unter gewissen Umständen können sie direkt auf die bestehende Unterlage verlegt werden, ohne den alten Boden zerstören zu müssen.

Worin bestehen die Nachteile?

  • Den Bodenbelag zu verkleben, ist nicht aufwendig, dafür kann die vorausgehende Einebnung ein wenig Mühe bereiten.
  • Eine weiche Oberfläche ist zwar angenehm zum Laufen, es entstehen jedoch schneller Kratzer, z. B. beim Verschieben von Möbeln. Falls Sie sich für die Einzelteilvariante entschieden haben, kann einfach nur ein Teil ausgewechselt werden. Andernfalls kann auch ein Reparatursatz verwendet werden, dadurch werden jedoch nur kleine Kratzer verdeckt.
  • Dünne Varianten (einige Vinylböden sind nur 2 mm stark) können leicht durchgetreten oder durchgeschlagen werden.
  • Probleme könnten bei erheblichen Temperaturschwankungen auftreten, daher müssen bei der Verlegung unbedingt die Dilatationsfugen beachtet werden. Es können auch Dämpfe unter der Oberfläche kondensieren, dadurch wird die Unterlage zerstört.

Vinylböden verwendet man in Geschäftsräumen, Büros, Wohnräumen, Bädern und Küchen. Die geklebten Varianten sind auch für Räume mit Fußbodenheizung geeignet. Die Preise sind zwar um einiges höher als bei alternativen Bodenbelägen, dadurch werden sie jedoch nicht minder populär. Zu den verlockenden Eigenschaften gehören vor allem die vielen Designs, die hohe Widerstandsfähigkeit gegen Abnutzung und die einfache Verlegung.  Hausfrauen freuen sich über die einfache Reinigung ohne spezielle Reinigungsmittel. Sind noch weitere Gründe zu nennen, um sich für ein Vinylboden zu entscheiden?

 

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